Welthunger-Index 2017: Wie Ungleichheit Hunger schafft

Klaus von Grebmer, Jill Bernstein, Naomi Hossain, Tracy Brown, Nilam Prasai, Yisehac Yohannes, Fraser Patterson, Andrea Sonntag, Sophia-Maria Zimmerman, Olive Towey, Connell Foley
global hunger index
2017

Der Welthunger-Index (WHI) 2017 zeigt langfristige Fortschritte in der Reduzierung des Hungers in der Welt. Diese Fortschritte waren allerdings ungleich verteilt. Nach wie vor leiden Millionen von Menschen unter chronischem Hunger, und an vielen Orten herrschen akute Nahrungskrisen und gar Hungersnöte. Laut den WHI-Werten 2017 ist der Hunger weltweit gegenüber 2000 um 27 Prozent gesunken. In einem der 119 Länder, die im diesjährigen Bericht bewertet werden, ist die Situation als „gravierend“ einzustufen; sieben Länder entsprechen auf der WHI-Schweregradskala der Kategorie „sehr ernst“. Nur in 43 Ländern sind die Werte „niedrig“. 9 der 13 Länder, für die nicht ausreichend Daten vorliegen, um den WHI 2017 zu berechnen, geben nach wie vor Anlass zur Besorgnis. Dazu gehören Somalia, Südsudan und Syrien. Um die verschiedenen Dimensionen des Hungers zu erfassen, basiert der WHI auf vier Indikatoren: Unterernährung, Auszehrung bei Kindern, Wachstumsverzögerung bei Kindern und Kindersterblichkeit. Die erwähnte Verbesserung um 27 Prozent gibt die Fortschritte wieder, welche die Länder mit WHI-Werten laut aktueller Daten von 2012 bis 2016 in Bezug auf jeden dieser Indikatoren gemacht haben.